der Sieker
 
 

Welch ein Frevel...!

...oder, wie 217 Jahre Dorfgeschichte vernichtet wird!

Wie man auf den Aufnahmen unschwer ersehen kann, ist der Verfall dieser Kate in den letzten Monaten ganz erheblich fortgeschritten. Die Verrottung betrifft in der Zwischenzeit nicht nur die Schwellen, sondern auch Teile der Ständerfüße. Schwere Schäden an der Konstruktion sind kaum noch zu stoppen.

Der Eigentuemer ("Herr M.") scheint der unaufhörlichen Zerstörung dieses einmaligen Kulturgutes entweder machtlos (aus wirtschaftlichen Gründen) oder gleichgültig gegenüber zu stehen.

Bis vor kurzem waren im Inneren dieser 2-Ständer-Konstruktion (mehr über Fachwerkbau erfahren Sie hier) noch einige mit Lehmziegel vermauerte Innenwände zu bestaunen. Vereinzelt waren auch noch Gefache mit Stakung und Lemputz vorhanden.

Leider ist von dieser Besonderheit nur noch ein kläglicher Rest verblieben. Ein wesentlicher Grund für den Landesdenkmalschutz, der Kate nunmehr das Prädikat "denkmalgeschützt" zu entziehen.

Damals meinte der 1942 verstorbene Altenteilsbauer Klaus Nahts, der sich in dieser bescheidenen, alten Kate recht wohl gefühlt hatte: "Sie (die Kate) könnte durchaus noch ein weiteres Jahrhundert überstehen, wenn nur der erhaltende Herdrauch ihr tiefgeschwärztes, starkes Eichengebälk weiterhin umzöge."

Diese Prophezeiung dürfte wohl unter den gegebenen Umständen nicht mehr in Erfüllung gehen (Quelle: Stormarner Tageblatt 25. November 1963/ Amtsarchiv Siek, Herr Oliver Mesch).

Sehen Sie hierzu auch das passende Video Zerstörung von 217 Jahre Geschichte

 

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